Die Tochter soll zukünftig wieder eigene Wege gehen: Wie das „Handelsblatt“ online schreibt, plant Ebay sein im Jahr 2005 adoptiertes Kind Skype an der Börse zu verkaufen. Damit geht eine Beziehung zu Ende, die von Anfang an nicht funktioniert hat. 2005 kaufte das Onlineauktionshaus den Internettelefondienst für 2,6 Milliarden Dollar, einschließlich Bonuszahlungen an die Skype-Gründer belief sich der Verkaufspreis letzten Endes auf über 3 Milliarden Dollar. Ebay versprach sich gute Geschäfte, Experten kratzten sich jedoch am Kopf und erklärten den Preis für viel zu hoch.
Ebay erhofft sich nun, den Gratis-Telefondienst möglichst rasch einem anderen Unternehmen anhängen zu können. Wie Konzernchef John Donahoe mitteilte, sei Skype allein zwar „ein starkes Geschäft“, zusammen mit Ebay hätte der Telefondienst aber nur wenige Synergien freisetzen können.
Noch gestern kursierten Spekulationen, dass die beiden Skype-Gründer, der Schwede Niklas Zennström und der Däne Janus Friis, ihr „Baby“ zurückkaufen werden. Doch der Verhandlungspreis von zwei Milliarden Dollar hielt Ebay offenbar für viel zu niedrig. Ob die Veräusserung an der Börse viel mehr abwerfen wird, gilt es abzuwarten.