Sie sind keine Herren der lauten Töne, der eine spricht leise, tritt gebeugt auf und wirkt eher blass, der andere ist gar nicht erst in der Öffentlichkeit zu sehen, sondern zieht die Fäden im Hintergrund. Und doch sind Niklas Zennström und Janus Friis ein revolutionäres Team. Die Erfindung und Entwicklung der Musiktauschbörse Kazaa und des Telefondienstes Skype dürfen sie sich auf ihre Fahnen schreiben. Ihr innovatives Handeln wurde fürstlich belohnt, der Schwede Zennström und der Däne Friis sind längst zu Milliardären aufgestiegen.
2005 wechselte Skype den Besitzer: Das Online-Auktionshaus Ebay kaufte den VoIP-Telefonanbieter für 2,6 Milliarden Dollar. Zusätzlich erhielten die beiden Gründer eine Verkaufsbonuszahlung von 500 Millionen Dollar. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt, sehnen sich die Skandinavier nun nach ihrem „Baby“ zurück: Sie wollen Skype wieder haben. Ebay hat bereits anfangs Jahr die Verkaufsbereitschaft angedeutet, für zwei Milliarden Euro sollen Zennström und Friis die neuen (und gleichzeitig alten) Besitzer werden.
Laut Medienberichten stehen für die Finanzierung das Kapital der Gründer zum einen, Beteiligungsgesellschaften zum anderen bereit.